ALS-Symposium in Dublin

Das jährliche " Klassentreffen"  der ALS - Forschung findet dieses Jahr in Irland statt. Traditionell begann es auch dieses Jahr wieder mit der "Ask the Expert" Session, bei der sich Betroffene von namhaften Wissenschaftlern über den Stand der Forschung informieren können. Per Video auch hier :

http://asktheexpert.webcastlive.co.uk/

kurze Zusammenfassung der Experten - Fragestunde in Dublin zum Stand der ALS - Forschung

- es bleibt dabei : in der ALS-Forschung gibt es Fortschritte, aber kein Durchbruch in Bezug auf eine Therapie

- Die gute Nachricht ist : es sind etwa dreißig Medikamente in klinischer Prüfung, so viele wie nie zuvor. Aber keines von denen verspricht eine Heilung der Amyotrophen Lateralsklerose. Die Hoffnung besteht aber, dass mehrere dieser Substanzen den Fortschritt der Erkrankung verlangsamen. Wenn sich diese zu einem Cocktail kombinieren lassen und sich in ihrer Wirkung addieren würden, könnte das in überschaubarer Zeit zu einer spürbaren Veränderung in Richtung Behandelbarkeit der ALS führen.

- auch im Bereich Stammzellen gibt es keine wesentlichen Neuigkeiten. Dr. Jonathan Glass, selber am Neuralstem - Projekt beteiligt, kritisierte die Pressemitteilungen der Pharmakonzerne als zu optimistisch. Es gäbe nach wissenschaftlichen Kriterien keine Hinweise auf eine Wirksamkeit der Verfahren. Dazu sei die Zahl der behandelten Patienten bisher zu gering. Eindringlich warnte Glass vor allen kommerziellen Anbietern von Stammzellen - Therapien.

- Jan Veldink aus den Niederlanden stellte das Projekt MinE vor, bei dem die Gene von 22.500 ALS - Patienten vollständig entschlüsselt werden soll. Die Datenbank mit den Ergebnissen wird der Forschung kostenfrei zur Verfügung gestellt.

- auf die Frage einer Zuschauerin nach dem größten Hindernis auf dem Weg zu einer ALS - Therapie lautete die erste Antwort: Dass wir die Ursache nicht kennen. Die zweite: zu wenig Geld.