Neues Stop!ALS-Förderpaket für Hannover

Seit einigen Jahren können Haut- oder Blutzellen zu Stammzellen und dann zu Motoneuronzellen umgezüchtet werden. Für die Forschung ist das ein sehr nützliches Werkzeug, weil damit bestimmte Mechanismen einer Krankheit im Reagenzglas studiert werden können. Eine Gruppe um Prof. Susanne Petri an der MH Hannover nutzt dies in Kooperation mit der Universitätsklinik Dresden für die ALS-Forschung – ein Projekt, dass auch von unserer Initiative mit zwei Förderpaketen in Höhe von insgesamt € 30.000 unterstützt wurde. Erste Ergebnisse dieser Arbeit wurden kürzlich in der US-amerikanischen Fachzeitschrift „StemCell“ publiziert. Im Zentrum der Untersuchung steht die Substanz 4-Aminopyridine, die in den USA als Medikament gegen MS zugelassen ist. Die Wissenschaftler um Hauptautor Max Naujocks  konnten einen positiven Effekt der Substanz gegen bestimmte Mechanismen der ALS in den Zellkulturen nachweisen. Im nächsten Schritt soll nun überprüft werden, ob dieser Effekt auch im Tierversuch beobachtet werden kann. Dies wäre die Voraussetzung für eine Erprobung des Medikaments an ALS-Patienten im Rahmen einer klinischen Studie.
Damit diese Arbeiten zügig durchgeführt werden können, hat unsere Initiative ein neues StopALS!Förderpaket in Höhe von € 7.500 auf den Weg gebracht. Einen Dank an alle Spenderinnen und Spender der letzten Monate, die dies möglich gemacht haben.