GO-Bio: Regensburger Wissenschaftler erhält 4 Millionen Forschungsförderung für die Entwicklung eines ALS-Medikamentes

Professor Dr. Ulrich Bogdahn, Neurologe an der Universität Regensburg, hat sich mit einem ALS-Projekt beim GO-Bio Wettbewerb des Bundesministerium für Forschung und Technologie durchgesetzt. Gefördert wird der gesamte Prozess der Medikamentenentwicklung einschließlich der klinischen Studien. Dafür steht ein Gesamtbudget von knapp 4 Millionen Euro zur Verfügung. Der wissenschaftlich Ansatz des Projektes geht auf jahrelange Forschung des Teams um Professor Bogdahn zurück: mit einem sogenannten Antisense-Wirkstoff (Blockade des TGFß-Signalweg) soll die Neubildung von Nervenzellen reaktiviert und so der Krankheitsverlauf verzögert oder gar gestoppt werden.

Diese Art der Komplettförderung eines Medikaments ist sehr ungewöhnlich. Sie hat einen großen Vorteil: im Fall des Erfolgs der präklinischen Forschung muss nicht wie sonst üblich in einem oft jahrelang dauernden Verfahren die Finanzierung einer klinischen Studie gesichert werden. Gleichzeitig muss aber beachtet werden, dass beim gegenwärtigen Stand der Grundlagenforschung mit ihren vielen Fragezeichen beim ALS-Krankheitsmechanismus jeder Ansatz hoch spekulativ ist.

Nichtsdestotrotz ist diese Entscheidung natürlich sehr erfreulich und wir wünschen Prof. Bogdahn und seinem Team viel Erfolg bei diesem Projekt.

Weitere Informationen:

http://www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/root,did=172118.html

http://www.wochenblatt.de/bildung/regensburg/uni-klinikum/Therapieansatz-bei-neurodegenerativen-Erkrankungen;art13030,240715