Vitamin D bei ALS – langfristig positiv

(Übernahme aus dem Forum der DGM)

Jüngste Studien haben gezeigt, dass Vitamin D auch bei neurodegenerativen Erkrankungen eine Rolle spielt, bei ALS, Parkinson, Demenz aber vor allem wohl bei MS. Da viele Patienten mit ALS einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel haben (allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass dies auch in der gesunden Bevölkerung durchaus verbreitet ist), erfolgt bei dem einen oder anderen eine Substitution. Da diese Untersuchung allerdings nicht zum Standard gehört, dürften eine Reihe von Patienten von einer möglichen Unterversorgung gar nichts wissen.

Eine der wohl bekanntesten Kliniken in der Behandlung der ALS weltweit (die Mayo-Klinik in den USA) führte jetzt eine Studie an 37 Patienten mit ALS durch. Bei den Teilnehmern wurde verglichen, ob die Einnahme von Vitamin D in unterschiedlichen Dosen verglichen mit einer Placebogruppe Unterschiede im Progressionsverlauf ermittelt durch den ALSFRS zeigte.
Im Ergebnis war feststellbar, dass keine Unterschiede nach 3 bzw. 6 Monaten zur Vergleichsgruppe vorlagen. Allerdings nach 9 Monaten. Hier führte die nebenwirkungsfreie Supplementation von 2000IU täglich zu einer signifikanten Verlangsamung der Progression.
Die Wissenschaftler folgern daraus, dass die Einnahme von Vitamin D positive Effekte auf den ALS-Verlauf haben könnte. Weitere Studien sind nötig, um zu evaluieren, ob dies bei allen ALS-Patienten der Fall ist.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23815870

Hier eine Studie aus April 2013, die eine Rolle von Vitamin D in der Pathogenese der ALS bestätigt.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23570271

Und hier eine Studie zur Rolle von Vitamin D im gesunden und kranken Nervensystem, ebenfalls aus April 2013.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23336971