Bindeglied zwischen RNA Metabolismus und oxidativem Stress entschlüsselt

Ein in Wissenschaftskreisen viel beachteter Artikel mit großer Relevanz für die ALS-Forschung erschien am 10. März in der Onlineversion des Wissenschaftsmagazins Nature. Eine internationale Gruppe unter der Führung von Wissenschaftlern aus dem Wiener Institut IMBA untersuchte die Funktion eines Proteins mit der Bezeichnung CLP1, dass bisher in der ALS-Forschung keine große Rolle gespielt hat. Unter anderem wurde festgestellt, das in Mäusen, bei denen dieses Protein deaktiviert wurde, die Motorneuronzellen extrem empfindlich für oxidativen Stress wurden. Das oxidativer Stress eine Rolle bei der ALS spielt, wird seit langem vermutet. Auch der RNA Metabolismus, bei dem das Protein CLP1 involviert ist, steht mehr und mehr im Fokus der ALS-Grundlagenforschung. Die Zusammenhänge zwischen diesen beiden Bereichen waren jedoch bisher unklar. Die Forscher gehen davon aus, hier ein Bindeglied zwischen diesen biologischen Systemen und damit einen möglichen Auslöser für die ALS und eventuelle andere neurodegenerative Erkrankungen gefunden zu haben.

Brian Dickie von der britischen ALS-Patientenorganisationen MNDA zitiert einen langjährigen ALS-Forscher mit der Aussage, dies sei eines der wichtigsten Artikel der letzten zehn Jahre.

http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature11923.html

http://www.sciencedaily.com/releases/2013/03/130310163827.htm

http://mndresearch.wordpress.com/2013/03/22/major-new-research-finding-raises-some-old-questions-2/