Konzeptlosigkeit und Desinteresse: Bundesregierung beantwortet Anfrage zu ALS-Forschung

Die Bundesregierung, namentlich das Ministerium für Bildung und Forschung (Annette Schavan), hat die Antwort auf die "Kleine Anfrage" der SPD Fraktion zur ALS-Forschung vorgelegt. Aus der Sicht von ALS-Betroffenen ist diese Stellungnahme eine herbe Enttäuschung. Viele Fragen bleiben unbeantwortet, viele Angaben sind ungenau und nicht selten sachlich falsch. Was aber noch schwerer wiegt: es lassen sich keinerlei strategische Ansätze erkennen, der ALS-Forschung in Deutschland neue Impulse zu geben.

Der einzig positive Aspekt der Stellungnahme: angekündigt wird die Einbeziehung der Universität Ulm als Standort für ALS-Forschung in das "Deutsche Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen" (DZNE). Dies ist ein längst überfälliger Schritt, aber über Art und Umfang der geplanten Kooperation schweigen sich die Autoren aus.
 
Die Antwort der Bundesregierung findet sich auf der Website des Bundestages.

Eine ausführliche Kritik an der Position der Bundesregierung findet sich hier.